Hannahs Spieletipp: Paranormal Detectives

Paranormal Detectives gehört zu meinen absoluten Favoriten, wenn es um kommunikative Party/Familienspiele geht. 

 

Worum es geht:  

Einer der Mitspieler:innen ist gestorben. Aber wie? Warum? Womit? Aus welchem Motiv?
Diese Fragen gilt es entweder kooperativ oder kompetitiv zu klären. Wobei ich bei diesem Spiel die kooperative Variante bevorzuge, wie ich zu dieser Meinung komme, erkläre ich gleich. 
Die Ausgangsituation ist also folgende im Spiel: Es gibt eine Person, die gestorben ist und sich die Szenario Karte durchlesen darf, um herauszufinden unter welchen Umständen es zum Tod kam. In traditioneller Geister-Manier kann die Person natürlich nicht sprechen, sondern muss andere Wege finden sich verständlich zu machen.
Die restlichen Mitspieler:innen sind die Detektive, die mithilfe einer hoffentlich klugen Kombination von Fragen und den Mitteln, die ihnen zur Kommunikation mit dem Geist zur Verfügung stehen, den Todesfall aufklären wollen.

 

Wie die Kommunikation mit dem Jenseits funktioniert:

Jedem Detektiv stehen je nach Spieleranzahl, eine bestimmte Anzahl an Handkarten zu. Die Handkarten weisen auf die Hilfsmittel hin, mit denen der Geist sich Verständigen darf. 
Es gibt die Möglichkeit ein Ouija Brett zu nutzen, ein Phantomregler, Seile, Taro Karten, auf den Rücken gezeichnet zu bekommen, zeichnen mit einer fremdgeführten Hand, lautlos ein Wort mit dem Mundformen (Geisterhaftes Flüstern) und 3 Sekunden Pantomime.  

Jetzt heißt es, Fragen an den Geist reihum so zu stellen und das Hilfsmittel auszuwählen, dass der Geist es möglichst gut darstellen kann. Gerne wird genommen: „Okay, Geist zeig mir mit den Seilen womit du ermordet wurdest!“, das kann gut klappen, wenn es beispielsweise ein Messer war, wird jedoch tricky, wenn es durch eine allergische Reaktion passiert ist. 
Und genau das ist der Spaß dabei und an den 28 unterschiedlichen Fallkarten, es ist sehr abwechslungsreich und nur weil, jemand den letzten Fall schnell gelöst hat, muss das nichts für den Nächsten bedeuten.

 

Wie der Fall gelöst wird:  

Jeder Detektiv hat ein Tableau vor sich, auf dem die Vermutungen aufgeschrieben werden, Wer der Täter/Täterin war, Warum die Person gestorben ist, Wo, Wie und Womit. 
Im Verlauf des Spiels werden sich die Hinweise und Vermutungen verdichten, sobald eine Person oder die gesamte Gruppe (falls ihr kooperativ spielt) meint, richtig zu liegen, kann dem Geist einmal im Spiel die Vermutung präsentiert werden. Der Geist darf dann auf das Tableau schreiben, wie viele Vermutungen richtig sind, aber nicht welche!
Dann kann weiter gerätselt werden. Es darf kein zweites Mal gefragt werden, der nächste Tableau Abgleich ist die Lösungseingabe. 

 

Kooperativ und Kompetitiv:

Spielt ihr kooperativ als Ermittler:innen Team, diskutiert ihr unter euch und gebt am Ende eine Lösung zusammen ab. Ihr könnt Vermutungen reflektieren und in unterschiedliche Richtungen gleichzeitig denken und von den Ideen der anderen profitieren. 
Wie ich eben schon meinte, ist das meines Erachtens nach, die bessere Lösung, denn spielt ihr kompetitiv bekommen die anderen trotzdem viele Hinweise mit, wenn auch nicht alle und profitieren davon für ihren potenziellen Sieg. 
Hier ist besonders tricky, dass die Ermittler:innen der Reihe nach ihre Fragen stellen und auch nur lösen, wenn sie an der Reihe sind. So profitiert, die Person, die als viertes rät natürlich mehr, als jemand der als erstes am Zug ist. 
Das ist ein kleines Manko, dass aber, insbesondere, wenn es nur 2 Ermittler:innen gibt, kaum ins Gewicht fällt, umso mehr Ermittler:innen umso stärker das Ungleichgewicht, meines Erachtens nach. 

 

Fazit:

Ich mag es besonders, weil es sowohl Vielspieler:innen als auch Spielmuffel zusammen bringen kann und es durch den großen kommunikativen Faktor und die oft auch komödiantischen Einlagen, die Pantomime und andere Sachen eben mit sich bringen können, immer für einen Lacher gut ist. Der Rästelfaktor ist dabei aber nicht zu unterschätzen, es muss klug agiert werden, um wirklich ans Ziel zu kommen und den Fall zu lösen.

 

Daten:

Alter: 12+

Dauer: 45 min.

Spieler*innen: 2-6

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